... woher wir kommen und wer wir sind.
Lieber Herr Müller, 50 Jahre, eine Zahl, die nur noch wenige familiengegründete Unternehmen erreichen und auf die Sie stolz zurückblicken können und die Sie gleichzeitig auch positiv nach vorne schauen lassen kann.

Als Ihre Eltern 1957 „Möbel Müller“ in Frankfurt Sachsenhausen gründeten, hatte sich gerade die Kleinküche mit Einbaumobiliar durchgesetzt. Der allgemeine Wirtschaftsboom tat sicherlich sein übriges. Womit begründen Sie aus heutiger Sicht die Entwicklung des Familienbetriebes zu einem mittelständischen Unternehmen?

Als Sie 1997 die Geschäftsführung übernahmen, was haben Sie an Veränderungen bzw. Neuerungen vorgenommen, um das Unternehmen weiterhin erfolgreich zu führen?

Verkaufsschild 1957

Fritz und Franziska Müller

Da mein Vater Schreiner war und meine Mutter den kaufmännischen Teil beherrschte, lag es nahe, dass sie sich zuerst mit eigener Schreinerei dem Innenausbau widmeten. Später kam dann noch der Möbelhandel dazu. Anfang der siebziger Jahre spezialisierten wir uns ausschließlich auf Küchen und aus “Möbel Müller” wurde das Küchenhaus Süd. Zur gleichen Zeit erlebte die Wohnküche ein erstes Comeback. Das Küchenhaus Süd stand für gehobene bis exklusive Komplettlösung mit eigenen Monteuren und ausgewählten Dienstleistern.

Ich habe mich vorrangig um eine bessere Kommunikation mit dem Kunden gekümmert und ein Kochstudio im Küchenhaus Süd eingerichtet. Eine lockere Umgebung, mit der Möglichkeit, gemeinsam zu kochen und zu essen, fördert Kommunikation.
Ferner haben wir uns noch mehr der Qualität gewidmet. Nur wer bei Küche an Qualität denkt, denkt auch an Marken, Dienstleistungen und Gestaltung. Wir sehen die Küche nicht nur als Raum, sondern als ganzheitlichen Gestaltungsund Funktionsraum, d. h. Materialien müssen zusammenpassen und das Licht muss den Gegebenheiten beim Kunden angepasst werden.

Was sich seit dieser Zeit nicht verändert hat, ist die Philosophie unseres traditionsreichen Küchenhauses: Individuelle Kundenberatung mit viel Engagement und persönlicher Verantwortung.
Um weiterhin am immer schwieriger gewordenen Markt auch mit attraktiven Preisen und Produkten auftreten zu können, habe ich mich mit zwei weiteren langjährigen Geschäftspartnern zusammengeschlossen und die Firmengruppe “Activent” gegründet. Bis jetzt gehören zu “Activent” acht Küchenfachgeschäfte im süddeutschen Raum. Ziel ist, gemeinsame Konzepte und eine gemeinsame Produktphilosophie umzusetzen. Ich denke, es ist mir gelungen, die langjährige Erfahrung unseres Hauses mit innovativen, außergewöhnlichen Küchenkonzepten erfolgreich zu einer Einheit zu verbinden.

Wie hebt sich das Küchenhaus Süd von anderen Küchenanbietern ab; was macht es Ihrer Meinung nach einzigartig?

Wir sind nicht nur dienstleistungsorientiert, sondern besitzen auch die höchste Kompetenz bei der Planung und Ausführung. Wir sind sozusagen “Gestaltungslöser” für alles rund um die Küche. Mit unserem Know How und einem über 50 Jahre gewachsenen Netzwerk können wir für alles Spezialisten einsetzen. Der Kunde muss sich um nichts extra kümmern. Das geht vom Fußboden- bzw. Fliesenleger über Maurer bzw. Malerarbeiten bis hin zur Baustellenkontrolle. Uns hebt ein Komplettangebot mit Preistransparenz hervor.

Peter Müller im Beratungsgespräch für eine Küche mit freistehendem Kochblock
Sie bieten spezielle Produktmarken in Ihrem Verkaufsraum an. Was macht die Marke Küchenhaus Süd aus?

Im Mittelpunkt steht bei uns tatsächlich der Kunde. Das Küchenhaus Süd steht mit seinen Mitarbeitern für Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit, was in fünfzig Jahren über 15.000 zufriedene Kunden gebracht hat.
Unser Ziel ist, mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Kunden das Optimale herauszuholen. Wir haben hochwertige individuelle Anbieter im mittleren und gehobenen Bereich, aber diese stehen nicht im Vordergrund, sondern das Küchenhaus Süd. Wir begleiten unsere Kunden während des kompletten Küchenlebens und helfen bei Veränderungen.

Welche Visionen haben Sie für Ihr Küchenhaus Süd?

Das Küchenhaus Süd soll in der jetzigen Form als Verkaufshaus weiterhin geführt werden. Wir werden es aber logistisch und konstruktiv in die “Activent”-Gruppe einbinden und noch einen weiteren Standort im RheinMain Gebiet eröffnen. Dieser Standort soll den jungen Markt, die sogenannten Ersteinrichter, mit “trendy City-Kitchen” bedienen. Er erhält außerdem einen größeren Verkaufsraum und wird das Logistikcenter auch für das Küchenhaus Süd.
Beide Geschäfte sollen weiterhin die Alternative zum Flächenanbieter und zum Großhandel sein, um die Individualität und Vielseitigkeit aufrecht zu erhalten.
Mir schwebt dazu ein Zusammenschluss mit anderen Qualitätsfachgeschäften aus verschiedenen Branchen im RheinMain-Gebiet vor, die die gleiche Philosophie vertreten wie wir. Diese Vernetzung soll die Kundenzufriedenheit mit langjährig guter Qualität und Dienstleistungen an oberste Stelle setzen.

 

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